Der Kaukasus erstreckt sich als Hochgebirge Eurasiens auf einer Strecke von 1.100 Kilometern zwischen Kaspischem und Schwarzem Meer. Er unterteilt sich in Großer und Kleiner Kaukasus sowie das Talysh-Gebirge. Den zentraleuropäischen Staaten nächst gelegen, breitet sich der Kleine Kaukasus über die Territorien der Staaten Armenien, Aserbaidschan und Georgien aus. Ethnologisch und linguistisch zählt die Region im Grenzland zwischen Europa und Asien mit 50 Kaukasusvölkern zu den interessantesten Regionen der Erde. Nach dem Zerfall der Sowjetunion machte sie als “politisches Pulverfass”, weniger durch Entwicklungsarbeit von sich reden.
Wirtschaftlicher Ausbau und gesellschaftliches Engagement
Gesellschaftliches Engagement funktioniert in unserer modernen Welt glücklicherweise nicht nur in einigen Keimzellen eines funktionierenden Staatswesens, wie den Vereinen, Verbänden, Stiftungen, sondern über diese Ebene hinaus auch als Entwicklungsarbeit im Bereich wirtschaftlicher Aufbau. Ein wirtschaftlicher Aufbau in Krisenregionen dieser Welt bedeutet ernsthafte, sich oft über viele Jahre erstreckende Entwicklungsarbeit und gesellschaftliches Engagement. Die Kaukasusregion, insbesondere die Staaten Armenien, Aserbaidschan und Georgien, stehen vor gravierenden wirtschaftlichen und politischen Umstrukturierungsprozessen, wie sie ohne gesellschaftliches Engagement kaum zu bewältigen sind. Wirtschaftlicher Aufbau steht im Rahmen ihrer Kaukasus-Initiative für die deutsche Bundesregierung im Mittelpunkt der zu unternehmenden Anstrengungen.
Hilfe zur Selbsthilfe
Marktwirtschaftliche Reformen, wirtschaftlicher Aufbau und abgestimmte Entwicklungsarbeit sind in den Staaten der Region gewünscht. Als ein probates Mittel dient Hilfe zur Selbsthilfe. Programme zur beruflichen Bildung und Weiterbildung, so auch zur Fortbildung junger Führungskräfte, bilden einen integralen Bestandteil des laufenden Transformationsprozesses. Ein weiterer Aktionspunkt gilt der Weiterentwicklung der staatlichen Gesundheitssysteme – dies nicht zuletzt vor dem Hintergrund der zunehmenden Gefahr von Pandemien. Alle Entwicklungsarbeit bei den initiierten Schulungsmaßnahmen erstreckt sich auch auf staatliche Stellen, Entscheidungsträger in den Ministerien und Verwaltungen. Für diese ehrgeizigen Projekte stehen Gelder der deutschen Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zur Verfügung.
Schaffung einer Freihandelszone
Investoren aus den Arabischen Emiraten gaben Impulse für die Schaffung der ersten Freihandelszone des Kaukasus, die im georgischen Schwarzmeerhafen der Stadt Poti entsteht. Poti wird künftig eine wichtige Rolle als Umschlagplatz für Schiffsfracht sowie als Verbindungshafen zu allen Nachbarländern einnehmen.
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