
In unmittlerbarer Nachbarschaft des Klosters Haghpat liegt das Kloster Sanahin
Am Kloster Haghpat liegt das Dorf Haghpat, das sehr arm ist und kaum von dem Tourismus um das Kloster Haghpat profitiert. Die Mehrheit der Bewohner des Dorfes lebt vom Anbau von Gemüse sowie von Viezucht oder vom Beerensammeln in den nahe gelegenen Wäldern. Wasser schöpfen die Einwohner des Dorfes aus den zahlreichen Bergquellen der Region.
Beeindruckendes Weltkulturerbe
Das Kloster Haghpat ist in der nordarmenischen Provinz Lori gelegen, nicht weit entfernt von der georgischen Grenze. Gegründet wurde das Kloster Haghpat im Jahr 960 von Königin Chosrowanusch. Der älteste Teil des Klosters Haghpat, die Heilig-Kreuz-Kirche, wurde jedoch erst im Jahre 991 fertiggestellt. Verantwortlich dafür war der berühmte armenische Architekt Trdat. Heute gehört das Kloster Hagpat als Teil des UNESCO-Weltkulturerbes zu den wichtigsten historischen Bauwerken Armeniens und zieht eine wachsende Zahl von Touristen an.
Die Geschwisterklöster
Das Kloster Haghpat und das nahe gelegene Kloster Sanahin – ebenfalls als Weltkulturerbe von der UNESCO anerkannt – werden als Geschwisterklöster betrachtet und sind durch die Debed-Schlucht voneinander getrennt, die eine riesige Brücke überspannt. Diese Brücke ist als ältestes weltliches Baudenkmal des Landes bekannt. Die Ensembles der beiden Geschwisterklöster ergänzen sich untereinander. Das Kloster Haghpat ist als Wehrkloster konzipiert und thront daher über dem Dorf Haghpat eindrucksvoll und weithin sichtbar.
Heilig-Kreuz-Kirche und Gawits
Atemberraubend, wie sich das Kloster Haghpat in die idyllische Berglandschaft einbettet und gleichsam aus ihr hervorzuwachsen scheint. Für eine passende Reiseapotheke sollte aber gesorgt sein. Das älteste sakrale Gebäude des Klosters Haghpat ist die Heilig-Kreuz-Kirche. Sie wird auch “Kirche vom Heiligen Zeichen” genannt oder in armenischer Sprache “Nshan-Kirche” und umfasst einen Kuppelsaal mit einem später errichteten Vorbau. Besonders sehenswert ist die Stifterdarstellung, die im Giebel der Ostfassade zu finden ist. Drei weitere Kirchen, ein Glockenturm, eine Bibliothek, ein Refektorium und diverse Kapellen befinden sich auf dem Gelände des Klosters Haghpat. Besonders beeindruckend sind die so genannten Gawits, die typisch für die armenischen Klosterbauten aus dieser Zeit sind. Es handelt sich um Säle, die durch jeweils vier Pfeiler gestützt werden und in ihrer Mitte eine Art Kuppel mit Lichtöffnung beherbergen.
Chatschkare und Bischofsgräber
Das Kloster Haghpat ist im Besitz der Armenischen Apostolischen Kirche und ein besonders beeindruckendes Beispiel für die armenische Architektur des Mittelalters. Daher zieht das Kloster Haghpat immer mehr Touristen an. Über das Gelände des Klosterkomplexes sind Steine mit kunstvollen Gravuren, meist Kreuzen, verteilt, die so genannten Chatschkare. Auch haben auf dem Gelände des Klosters Haghpat einige Bischöfe ihre letzte Ruhe gefunden. Ihre Grabstätten sind ebenfalls sehr eindrucksvoll.
Das Dorf Haghpat
Am Kloster Haghpat liegt das Dorf Haghpat, das sehr arm ist und kaum von dem Tourismus um das Kloster Haghpat profitiert. Die Mehrheit der Bewohner des Dorfes lebt vom Anbau von Gemüse sowie von Viezucht oder vom Beerensammeln in den nahe gelegenen Wäldern. Wasser schöpfen die Einwohner des Dorfes aus den zahlreichen Bergquellen der Region.
